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Der Weg ist das Ziel!

 

Sie sind wieder sicher und wohlbehalten zurück vom anderen Ende der Welt: unsere 18 Abenteurer von Team Green und Team Blue sowie die Expeditionsleiter Joey Kelly und Sven Penszuk.

 

Es war aufregend, spektakulär, beeindruckend und in vielen Momenten ein Nervenkitzel!

 

Diese Eindrücke wollen wir gerne teilen – deshalb werden wir Euch die Erlebnisberichte unserer Teilnehmer und den genauen Verlauf der Routen in den nächsten Wochen ausführlich im Blog präsentieren – und natürlich auch die Frage beantworten, wie sich die CAMP DAVID Function Wear unter den extremen Wetterbedingungen vor Ort geschlagen hat.

 

Seid gespannt!

 

 

 

Video: Greatest Moments

„Zwar hat der Mensch zwei Beine, doch kann er nur einen Weg gehen“, sagt ein altes Sprichwort. Für Team Green war das der beeindruckende Landweg quer durch Feuerland, für Team Blue der atemberaubende Seeweg rund um Cape Horn. Für alle Abenteurer war eines aber gleich: das unvergessliche Erlebnis von Freiheit auf der Reise ihres Lebens!

 

Wir haben für Euch die spektakulärsten Bilder und Eindrücke der Abenteurer in einem kurzen Video zusammengefasst. Freut Euch auf die Greatest Moments der CAMP DAVID Expedition Cape Horn 2014!

 

 

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Rückblick: Zielankunft / Tag 10

Zu Wasser, zu Lande, zum Ziel.

 

„Der Weg ist immer besser als die schönste Herberge”, hat der Schriftsteller Miguel de Cervantes bereits im 16. Jahrhundert bemerkt. Ob das auch die 18 Abenteurer der CAMP DAVID Expedition Cape Horn 2014 auf ihrer anspruchsvollen Abschlussetappe gedacht haben?

 

Auf dem Programm standen die kräfteraubende Überquerung des Beagle Kanals sowie eine anschließende Mountainbike-Tour von 55 Kilometern bis nach Puerto Williams. Fest stand: Diese Etappe war schon alleine aufgrund der gemeinsamen Streckenbewältigung von Team Blue und Team Green etwas Besonderes – und am Ende lagen sich alle tief verbunden in den Armen: Andy, Anja, Christian, Florian, Lars, Marc (Er war aufgrund einer Knieverletzung am Tag 6 aus der Expedition ausgestiegen und wartete im Ziel auf die Abenteurer, Anm. d. Red.), Patrick, Sebastian, Tanja, Tim, Expeditionsleiter Joey (Team Green), Christian, Jiri, Lucian, Ramona, Ronny, Sten, Timo, Xenia und Expeditionsleiter Sven (Team Blue) sowie TV- und Orga-Crew. Chapeau!

Hier einige Eindrücke unserer Teilnehmer:

 

„Paddeln. Paddeln. Paddeln. Radfahren. Radfahren. Radfahren bis zum Exitus!!! Am Ende das ersehnte Bett, die Dusche, das Klo und jede Menge Essen, Trinken, Party, gute Laune und die Erlösung am Ende aller Strapazen!!!! Es ist geschafft! Wir haben es alle geschafft! Ich bin megastolz auf unsere Leistung … Gerne wieder … Danke Camp David. Danke Team! Geiler Trip!!!!!!!!!! :-D.“

 

„Die erste Etappe betrug 8 Meilen auf offener See mit Gegenwind. Mir haben die Arme bereits nach 500 Metern wehgetan. Irgendwie haben wir in knapp 2 Stunden die 8 Meilen geschafft. Es liegen noch weitere 25 Meilen vor uns und die Wellen werden größer. Meinen größten Respekt an die 6, die es nach weiteren 5 Stunden geschafft hatten, den Kanal zu überqueren. Danach ging es für fast alle mit 55 km Fahrrad weiter. Ich habe die 55 km geschafft und ich muss sagen, es war mit das Herausforderndste, was ich bisher geschafft habe. Für mich als Nordlicht waren vor allem die vielen steilen Anstiege unglaublich kräftezerrend. Emotionaler Höhepunkt war der Zieleinlauf mit dem grünen Team nach 55 km. Als Belohnung Sektdusche und danach endlich eine warme, echte Dusche! J Abends wurde ausgelassen in der südlichsten Bar der Welt gefeiert. Ein sehr bewegender und ereignisreicher Tag war das!“

 

„Heute super früh raus. 5.45 Uhr am Ufer. Vor dem heutigen Tag habe ich großen Respekt! Überquerung des Beagle Kanals in 2er Kajaks ca. 33 km, danach 55 km mit dem Bike. Auf und ab, auf und ab, ohne Ende in Sicht. Nach knapp der Hälfte musste ich wegen meines Knies passen. Schade! Jiri hat mir die letzten Meter geholfen! Und von Joey habe ich gelernt: „Wenn du denkst, dass nichts mehr geht, dann geht immer noch Einiges!“ Eine Wahnsinns-Unterstützung und einen ganz tollen Teamgeist gibt Joey einem! Echt bewundernswert. Am Ziel angekommen wurden alle gefeiert. Jubel, Sektempfang, Fotos, Momente festhalten, sich gegenseitig in die Arme schließen … soooo toll!!! Während des Interviews mit Jiri und Ronny überkommen mich dann die Gefühle, als wir uns in den Armen hielten. Tränen vor der Kamera, als wir die Tour Revue passieren lassen. Abends Essen und Ausgang in die südlichste Bar der Welt. Feiern die „Abschlussfeier“, tanzen und genießen. ;)“

„Der Tag beginnt mit der Kajak-Tour. Wir wurden am Vorabend mit einer nagelneuen Ausrüstung vom feinsten bedacht. Jiri und ich teilen uns ein Kajak, es läuft super, wir sind voll in unserem Element, paddeln super synchron. Vor unseren Booten taucht für einen kurzen Moment ein Wal auf – ein einmaliger Moment. In Navarino steigen wir auf die Mountainbikes um. Nach ca. 1 km reißt mein vorderer Zahnkranz inkl. Pedale ab. Bekomme auf ca. der Hälfte der Strecke noch mal die Chance wieder auf die Strecke zu kommen. Es wurde eine wirkliche Ochsentour, meine Kräfte schwanden zusehends und meine Kontaktlinsen saßen irgendwo, aber nicht da, wo sind hingehören. Es war eine triumphale  Zieleinfahrt und eine emotionale Achterbahnfahrt bei der Ankunft im Quartier. Wir haben es geschafft!!!!! Das nachfolgende Abendessen frisch geduscht und in sauberen Klamotten war super, aber die darauf folgende Party im südlichsten Yachtclub der Welt in dem vor zwölf Tagen alles begann, war grandios!!!!!!!!!“

 

„04:00 h! Es ist noch tiefste Nacht und ein letztes Mal der süße Genuss von Müsli! Ich werde es vermissen! Im Schlafsack eingekauert, genieße ich das letzte Mal unseren frisch aufgebrühten Instant-Kaffee! Jetzt heißt es Zelte abbauen, rein in die Kajak-Klamotten und raus auf den Beagle-Kanal! Der Frühnebel umschleiert noch die Berge und wir befinden uns um 06:00 h bei Tagesanbruch auf dem Beagle-Kanal. Er verbindet den Pazifik mit dem Atlantik und den Kanal heißt es heute zu bezwingen! Nach 2 schier endlosen Stunden, 8 Kilometern und dicken Oberarmen endlich wieder festen Boden unter den Füßen! Andy/Sebastian, Flo/Christian und Team Joey/Sven paddeln noch weitere 25 Kilometer. Chapeau!!!! Ihr seid echt der Hammer!!! Schnelle Stärkung und dann setzt sich die komplette Crew per MTB in Bewegung, um die letzten 55 Kilometer bis zum finalen Zieleinlauf zu absolvieren!!!!! Hoch, runter, hügelig, steil, steiler … aber tolle Landschaft! Die letzten Kräfte werden mobilisiert und diesmal sind mein MTB und ich gute Freunde! Es scheint auf mich zu hören und ohne Rucksack lässt es sich definitiv besser fahren! Geilstes Finish ever!!!!!!! Gänsehaut, Umarmung … Wir warten bis alle mit ihren MTBs auf der Zielgeraden sind und dann … ja dann … der spektakulärste Zieleinlauf durch die gehissten Camp David Flaggen, dann durch das Camp David Zieltor………ZIEL!!!
MARC, unser Team ist wieder komplett, Tränen, Emotionen, Fotos, Interviews, Freude, Glücksgefühle, Gefühlschaos!!!!! Nach Tagen der Duschabstinenz läuft das Wasser unter der Dusche rein in den Gully, ab in die Versenkung – nicht aber die ganzen Erinnerungen! Die lassen sich niemals mehr abwischen, denn sie sind bereits im Herz verankert und haben dort einen Platz für die Ewigkeit gefunden!“

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Rückblick: Team Green / Tag 9

Hungrig nach Abenteuern und mehr.

 

„Das Glück der Erde liegt auf dem Rücken der Pferde“, heißt es im Volksmund. Davon konnte sich Team Green auf der letzten Etappe – vor dem Wiedersehen mit Team Blue – selbst überzeugen, denn als Highlight wartete auf die Abenteurer eine Flussüberquerung hoch zu Ross. Glücksgefühle ganz anderer Art erlebten die Teilnehmer anschließend im Ziel: Nach unzähligen Umarmungen und einem ersten regen Erlebnis-Austausch mit Team Blue wurde der Hunger mit allem gestillt, was die Teilnehmer in die Finger bekamen ;-).

Hier einige Eindrücke unserer Teilnehmer:

 

„Start: 8.00 Uhr. Langer Marsch (20 km) durch Tal Richtung Fjord über Turba und zum Teil gute Gaucho-Wege, zuletzt Flussüberquerung auf Pferden. Dann Ankunft: Herzlicher Empfang durch Team Blue. Essensreserven von Schiff werden „geplündert“. Abends grillen die Gauchos einen wilden Ochsen und die Gruppe bekommt noch die Kajak-Ausrüstung.“

 

„Der letzte Marsch! Auf einem schönen Pferdepfad ging es in das letzte Camp. Nach einer spannenden Flussüberquerung auf Pferden erreichten wir die romantische Bucht und trafen auf Team Blau. Gutes Essen, netter Abend! Anprobe der Trockenanzüge für das Kajakfahren.“

 

„Heute auf die anderen getroffen – großes Wiedersehensfest!!! Sehr gute Stimmung. Mein Highlight: die Fressorgie mit den Resten von der blauen Crew ;-). Wie von Sinnen stopfen die Grünen alles in sich hinein, was irgendwo rumliegt. Als ich kurz reflektiere, was ich in den Händen halte – Brot mit Ananas-Stücken belegt, Zwiebelringe und Schoko-Brownie obendrauf – ist es auch schon zu spät für einen Rückzug und meine Hände stopfen mir das Zeug in den Mund!!! Köstlich 😀 .“

 

„Frühes Wecken durch Joey! Unsere letzten 20 Kilometer stehen uns bevor und so langsam befassen wir uns mit dem Gedanken, dass wir leider fast am Ziel sind. NEIN, eigentlich wollen wir das jetzt noch nicht, auch wenn die versprochene ‚heilige Kuh‘ bei Kilometer 100 in greifbare Nähe rückt und die Gelüste auf saftiges Fleisch von Kilometer zu Kilometer steigen! Die letzten Male wird … Da kummt di Sunn … aus unseren Kehlen krächzen, als Zeichen der deutsch-österreichischen Freundschaft und Verbundenheit! Wobei meine Mum, als Kärntnerin an dieser Stelle mächtig stolz sein wird! Was sie in 39 Jahren vergebens versucht hat, nämlich, mir mit Mühe und Not Dialekt einzutrichtern, scheint am anderen Ende der Welt endlich Früchte zu tragen :-) By the way, es geht wieder weite Wege durch Turba und abermals über Hunderte von Baumstämmen, aber diesmal alles flaches Gelände! Flo’s GPS ist eingeschaltet und jeder absolvierte Kilometer wird gefeiert. Kilometer 100 und die heilige Kuh liegen in greifbarer Nähe und nicht zuletzt das Wiedersehen mit Team Blue beim Gaucho!!!!! Das letzte Mal packen wir unsere Kocher aus den Rucksäcken und am Fluss machen wir es uns ein letztes Mal gemütlich und verspeisen die Reste. Das letzte Mal Nudeln mit Soja-Hack!!!! Wie soll das nur weiter gehen?! Der Schritt in den normalen Alltag scheint schwierig zu werden, erste Anzeichen von Wehmut! Weiter durch die Mittagssonne und ein letztes Mal soll ein Fluss durchquert werden! Kilometer 98! Der Fluss vor unseren Füssen! Aber die letzte Überquerung soll was Besonderes sein! Wir trauen unseren Augen kaum, ein Dutzend gesattelte Pferde warten auf uns, um uns sanft über den Fluss zu geleiten! Wir sind überwältigt und auf den Rücken der Pferde traben wir durch den Fluss, hinüber zum anderen Ufer! Ein unbeschreibliches, zufriedenes Glücksgefühl strömt durch unsere Körper und wir sind komplett im Einklang mit der Natur! Wir sind beflügelt und die letzten 2 Kilometer sollen noch vollbracht werden. Wir halten uns an den Händen und laufen gemeinsam auf das mittlerweile sich bestens positionierte Kamera-Team von Team Blau zu!!! Herzliche Begrüßung und Knuddeln ist angesagt! Beim Gaucho kommen wir an, doch Team Blau ist noch nicht zu sehen! Jedoch schmorrt auf dem Grill bereits die hl. Kuh!!!! Wir bauen das letzte Mal unsere tief ins Herz geschlossene kleine Nomaden-Zeltstadt auf, als plötzlich … mit Schall und Rausch Team Blau, wie aus dem Nichts auftaucht!!!! Große Wiedersehensfreude und herzliche Umarmungen folgen, doch auch entsetzte Gesichter seitens der Segler! Die letzten Tage sind an uns also doch nicht so ganz spurlos vorbei gegangen! Ok, ein paar Kilo haben wir in den letzten Tagen abgenommen, einige blaue Flecken und Stürze in Kauf genommen und mit dem Waschen war das auch so eine Sache :-))) … aber für kein Geld der Welt hätte ich was anderes machen wollen. Da Team Grün und Blau morgen gemeinsam den Beagle-Kanal per Kajak bezwingen wollen, werden wir mit unserer Ausrüstung vertraut gemacht! Team Blau, noch immer etwas bestürzt von unserem äußeren Erscheinungsbild, entert ihr eigenes Schiff und holt ihre letzten frischen Lebensmittel-Vorräte für Team Grün von Bord! Wie eine Meute ausgehungerter Raubtiere fallen wir über die leckeren Köstlichkeiten her und mampfen, was das Zeug hält! Und wer sagt’s denn?! Dann ist auch die hl. Kuh fertig und Wein gibt’s auch noch! Wir lassen den Abend gemütlich ausklingen, trinken noch einen Kaffee und genießen die Nacht!“

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Rückblick: Team Blue / Tag 9

Eisriesen und Gänsehaut-Feeling.

 

Für Team Blue stand der letzte Segel-Tag auf dem Programm. Erstes Ziel: der atemberaubende Italien-Gletscher (Auswanderer hatten den Gletschern im Beagle Kanal die Namen ihrer europäischen Heimatländer gegeben, Anm. d. Red.). Vor der gewaltigen Eis- und Naturkulisse hieß es dann für einige Abenteurer sogar: Ab ins Wasser! Das Ergebnis der kühlen Erfrischung waren spektakuläre Foto- und Film-Aufnahmen sowie unvergessliche Erinnerungen. Anschließend ging es weiter durch die majestätische „Allee der Gletscher“ und vorbei an einer „wilden“ Seelöwenkolonie Richtung Osten. Nach ca. 45 Seemeilen erreichten die „Saoirse“ und die „Northanger“ ihr Tagesziel: die Bucht Yendegaia. Hier gab es einige Stunden später das freudige Wiedersehen mit Team Green.

Hier einige Eindrücke der Teilnehmer:

 

„Heute hatten wir unsere letzte Segeltour. Sie führte uns am Italien-Gletscher vorbei. Da das Wetter diesig war und die Wolken sehr tief hingen, war der Anblick sehr mystisch. Drei von uns durften ins Wasser und auf Gletscherteilen für Fotoaufnahmen posieren. Tolle Stimmung! Am Abend trafen wir auf die grünen Teilnehmer. Ich ziehe echt meinen Hut vor deren Leistung! Respekt habe ich auch vor unserer gemeinsamen Aufgabe am morgigen Tag. Geplant sind 25 km mit dem Kajak und anschließend 55 km mit dem Rad. Das wird eine Herausforderung!!!“

 

„Verlassen diesen traumhaften Ort und befahren den Beagle Kanal weiter in Richtung Italien-Gletscher. Es entstehen teilweise spektakuläre Aufnahmen von der Saoirse und dem Gletscher im Hintergrund. Nach getaner Arbeit geht es nun in Richtung Treffpunkt mit der grünen Route. Muss relativ überstürzt die Saoirse verlassen und auf der Northanger anheuern, da die Personenzahl bzgl. Rettungsmittel usw. von der Skipperin Kerry peinlich genau eingehalten wird. Naja! Passieren bei der Rückreise eine Seelöwenkolonie in gehörigem Abstand, da die Skipperin vermutlich panische Angst vor diesen Tieren hat. Schade, eine so einmalige Gelegenheit, diese Tiere aus nächster Nähe sehen zu können haben wir damit verpasst. Die Jungs und Mädels auf der Saoirse haben mehr Glück, gehen bis auf 20 m ran und es passiert: gar nichts! 😉 Warten ca. 4 Stunden auf die Mitglieder der grünen Route, großes Spektakel beim Wiedersehen. Die sind echt fertig! Es erfolgte ein sofortiger Lebensmitteltransfer vom Schiff an Land um die ersten Hunger-Gelüste von Team Green stillen zu können. Habe größten Respekt vor der erbrachten Leistung und bin froh zum blauen Team zu gehören ;-).“

 

„Ankunft in Bahia Yendegaia. Hier treffen wir auf Team Green. Auf dem Weg dorthin nehmen wir noch einen weiteren Gletscher mit und haben foto- und kameratechnisch noch einiges zu tun. Auf die Bilder von Moritz und Wolfgang freue ich mich sehr. Die werden bestimmt der Hammer :-D. Am Abend verspürte ich das erste Mal eine sentimentale Stimmung, denn bald ist die Expedition schon wieder rum. Gefühlt kennt man sich schon eine halbe Ewigkeit! Wahnsinn, wie solche Erlebnisse und Aufgaben in kurzer Zeit einen so dermaßen zusammenschweißen! Nach dem Lagerfeuer: die letzte Nacht in der Koje. Das Team Green hat echt eine harte Tour hinter sich und war völlig ausgehungert. Respekt vor deren Leistung!“

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Categories: blue

Rückblick: Team Green / Tag 8

Packend. Mitreißend. Spektakulär.

 

„Es gehört wohl zum Schönsten, was es gibt, sich ein Land zu erwandern“, hat die Fotografin und Volkskundlerin Erika Hubatschek einmal treffend formuliert. Ob das Durchqueren von eiskalten Flüssen auch dazuzählt, davon konnte sich Team Green auf der wahrscheinlich „erfrischendsten“ Tagesetappe der Expedition ein eigenes Bild machen. Auf die Überquerung eines breiten Baches folgte ein richtiger Nervenkitzel: das Durchschreiten eines reißenden Flusses. Die Strömung war bei diesem Tages-Highlight die größte Herausforderung, mit der sich die Abenteurer auseinandersetzen mussten. Mit Hilfe eines Seils und der Erkenntnis, dass der Teamgeist einfach weltklasse war, kamen am Ende alle Teilnehmer sicher auf der anderen Fluss-Seite an.

Hier einige Eindrücke unserer Teilnehmer:

 

„Früh ging’ s los. Durch schönes alpines Gelände. Die Sonne scheint herrlich. Langer Marsch abwärts und danach ging es wieder in den Wald. Bei der Flussüberquerung hatten wir die Gelegenheit, uns zu waschen. War sehr kalt 😉 . Cooles Camp mit richtigem Cowboy-Flair. Super nette Gespräche am Abend mit Joey und den anderen!“

 

„Am Gletscher erwachen und von der Sonne geweckt werden: Unbezahlbar!!!!! Nach dem Frühstück geht es los, immer der Sonne hinterher, hejo was geht :-). Sommer, Sonne, Sonnenschein … zum nächsten Gletscherausblick! Traumhaft! 12.45 Uhr, Pause in der Mittagssonne bis 14.00 Uhr! Danach geht es ein langes Stück bergab durch den Wald! Dann Turba, soweit das Auge reicht und plötzlich sind wir von einer Herde Wildpferde umgeben! Der Hammer und soooo schöööön!!! Nach einigen Kilometern dann ein breiter Fluss! Auf Stephans Rat, den Fluss aufgrund seiner reißenden Strömung, und mangels Gewichts meinerseits, nicht alleine zu durchqueren, bekomme ich Begleitschutz von Joey und Tim! Das ganze Team kämpft sich hüfthoch von der einen Fluss-Seite hinüber zum anderen Ufer! Coole Sache, im wahrsten Sinne des Wortes! 5 Minuten später erreichen wir Camp 7! Den Abend verbringen wir vor unseren Zelten sitzend bei Tee und Kaffee in netter Runde und lassen unsere Seelen baumeln und die nassen Sachen, verursacht durch die Flussdurchquerung, trocknen! Einmal mehr dürfen wir anmutig den Sternenhimmel betrachten! :-)“

 

„Heute war, glaube ich, jeder wieder vollgetankt mit frischer Energie. Los ging’s mit einem weiteren Aufstieg durch viel Stein und vereinzelt gab es auch nette kleine Seen. Oben angelangt, gab es eine kurze Pause. Alle waren gut gelaunt und es gab einige Tanz-, Sing-, Foto- und Klettereinlagen mit vielen spaßigen Momenten. Schon hieß es wieder ‚Vamonos‘ und der Abstieg folgte. Nach einer sehr coolen Passage über viel Stein ließen wir die Darwin Bergkette hinter uns, bis das ‚Grüne‘ wieder kam. Ein schönes, langes und leicht fallendes Tal, grasbedeckt. Anschließend kam zur Abwechslung wieder eine Waldpassage und der Boden wurde langsam immer trockener. Dann kam die Krönung: eine Herde Wildpferde. Voll der Hammer!!!! Die sind da herumgaloppiert, neugierig sind sie auf uns zu, bis sie wieder der Fluchtinstinkt gepackt hat, dann sind sie wieder weg. So ging es ein paar Mal hin und her. Das war ein echt schönes Erlebnis! Schon bald kamen wir auch an die Stelle, an der wir den reißenden Fluss durchqueren sollten. Ein paar Chilenos haben uns ein Seil über den Fluss gespannt, das hing so in Brusthöhe. Einige haben sich auch ausgezogen und durchquerten dann den Fluss, um möglichst trockene Klamotten zu behalten. Bei mir ging’s dann zusammen mit Flo zu meiner Linken und Lars zu meiner Rechten, beide mich gut stützdend und festhaltend am Seil entlang durch die reißende Strömung. Die Aktion hat mich sehr an den letzten Tag der Qualifikation in Leipzig erinnert, denn da mussten wir uns auch an einem Seil durch die Strömung der Kajakanlage kämpfen. Alle kamen heil drüben an und angenehm war es, dass nur noch eine kurze Strecke mit den nassen Klamotten zu laufen war. Camp 7 lag auf einer Wiese. Das war ziemlich das erste Mal auf unserer Tour bisher, dass wir einen großen ebenen Platz hatten, um unsere Zelte aufzubauen. Im Kreis ordneten wir unsere Zelte an und hingen unsere Sachen zum Trocknen auf, was auch recht gut funktionierte. Am Abend saß man noch eingepackt im Schlafsack zusammen vor den Zelten und amüsierte sich ein wenig. Doch bald hatte einen die Müdigkeit eingeholt …“

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Categories: green

Rückblick: Team Blue / Tag 8

Gletscher, Eis und Sonnenschein.

 

Die Abenteurer blieben einen weiteren Tag in der Traumbucht Coleta Olla. Grund: Ein anspruchsvoller Landgang zu einem spektakulären Inland-Gletscher der Darwin-Kordillere, dem höchsten Gebirge Feuerlands, stand auf dem Programm. Belohnt wurde das Team von einer atemberaubenden Natur, einem erfrischenden See am Fuße der Gletscherzunge und einer bizarren, einzigartigen Eislandschaft.

Hier einige Eindrücke der Teilnehmer:

 

„Bereiten unsere Tour zum Gletscher vor: Wasser, Essen, Klamotten, Lampe, Funkgerät. Die Tour ist gewaltig! Anlanden mit dem Zodiac, barfuß ans Land, Strandetappe – Muscheln, Steine, Strandgut. Alles, was das Sammlerherz begehrt! Dann: Berge hoch und runter, es geht durch undurchdringliche Wälder, Sumpfwiesen an Biberdämmen vorbei. Wir können den Gletscher zwar immer wieder sehen, aber wir finden lange keinen Weg, ihn auch zu erreichen. Nach mehreren Versuchen gelingt es jedoch. Baden im Gletschersee. Posen auf den Eisschollen. Was für eine Landschaft, was für ein Gefühl!!! Spätestens ab jetzt bräuchte man keinen Psychiater mehr ;-). Nehme der Crew einen ca. 8 kg schweren Gletschereisbrocken als Geschenk mit, der später dankbar von Debby sofort im Tiefkühler für schlechte Zeiten verstaut wurde. Kleiner Tauchgang zum Suchen des über Bord gegangenen Messers von Timo, gefunden nach ca. 1 min., anschließend Reinigung des Tiefenmesser (34 min, 9,5m, 6 °C).“

 

„Heute war für mich nach der Umrundung des Cape Horns der schönste Tag. Wir haben einen Landgang zum Gletschersee unternommen. Die Landschaft rund um den Gletscher  war atemberaubend! Die Sonne schien in die windgeschützte Bucht und einige von uns nutzten die Gelegenheit für eine Erfrischung im Gletschersee. Es ist leider bereits die vorletzte Nacht auf dem Boot und morgen treffen wir auf das grüne Team. Bin sehr gespannt, was sie zu berichten haben. Morgen legen wir um 6.00 Uhr ab. Ich werde mithelfen und stehe dafür um 4.45 Uhr auf. Großer Vorteil: Ich erlebe den Sonnenaufgang :-) !“

 

„Der heutige Tag war mit Abstand der faszinierendste bezogen auf die Eindrücke von Natur und Landschaft. Ein ganz toller Landgang!!! Mehrere Versuche den richtigen Weg durch das Dickicht zu nehmen, ähnlich einem Labyrinth ;). Den Weg haben wir uns abgesteckt, um wieder zurückzufinden. Ganz tolle, wunderschöne Aussichtspunkte auf den Gletscher. Und wir haben es tatsächlich geschafft an den Gletschersee zu kommen: Kiesstrand, Windstille und Sonne pur :-D. Baden, Drinks mit Gletschereis und der Versuch auf dem Gletschereis-Brocken zu schwimmen, zu paddeln und zu klettern. Unbeschreibliches Gefühl, einfach nur der Wahnsinn!!! Moritz machte tolle Fotos und Raschid ging unfreiwillig baden. Bei mir hat sich der Brocken unfreiwillig gedreht. Ich habe mich schon im Wasser gesehen, als ich grade noch den „Hechter“ zu Raschid geschafft habe. Kurze Stärkung, umziehen und relaxen, dann ging’s zurück. Allerdings nur noch im mulmig warmen „Strampler“, der Rest war nass ;-). Vorletzte Nacht auf der „Saoirse“. Morgen sehen wir schon Team Green wieder. Ich bin sehr gespannt auf die Berichte und Erlebnisse.“

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Categories: blue

Rückblick: Team Green / Tag 7

Emotionen pur.

 

Der Tag begann für Team Green sehr emotional. Marc stieg, nach Rücksprache mit Expeditionsleiter Joey und Teamarzt Tino, aus der Expedition aus (Er wurde zunächst nach Punta Arenas gebracht und empfing drei Tage später die Abenteurer im Ziel in Puerto Williams, Anm. d. Red.). Das Risiko einer Verschlimmerung seiner Knieverletzung war zu groß. Danach stand für die Abenteurer eine relativ kurze Etappe auf dem Programm, die mit der Ankunft an einem spektakulären Gletschersee mitten in den Bergen enden sollte. Der zweite große emotionale Moment auf dieser Etappe.

Hier einige Eindrücke unserer Teilnehmer:

 

„Die Strapazen vom Vortag sind vergessen. Die Strecke ist geschafft und wir sind wieder im Plan. Leider muss Marc gehen! Schade, ehrlich, sehr sehr schade! Aber für sein Knie die beste Entscheidung. Die Abschiedsworte von jedem Einzelnen fand ich eine super Idee! Abends habe ich mich sehr über das schönste Camp der Tour gefreut!!! Bergsee, genug Zeit für eigene Entdeckungstouren, rumflachsen, eine Steinmauer um das Zelt bauen – Kind sein – herrlich!!! Auch Sonnenschein und früh schlafen gehen! Mehr davon! ;)“

 

„Entscheidung durch Arzt/Expeditionsleitung/Marc für seinen Rücktransport nach Punta Arenas und somit Abbruch der Expedition. Sehr emotionaler Abschied von ihm. Jeder Teilnehmer hat die passenden Worte, man sieht wie eng die Bindung innerhalb der Gruppe in diesen wenigen Tagen gewachsen ist! Aufstieg über viele Turba-Felder – unser Lieblingsboden 😉 – und unwegsamen Wald. Steiler Aufstieg zu Gletschersee, Camp 6. Zeitige Ankunft. Alle Sachen können getrocknet werden. Einige Teilnehmer gehen im Gletschersee baden!!!“

 

„Relativ kurze Etappe, erreichen früh Camp 6, Zeit zum Kochen, Quatschen, Lesen, Fotos machen, Sachen trocknen, Zeit für uns. Einfach cool!!! Marc ist heute leider raus, Knie zu kaputt. Während des Laufens beneide ich ihn. Noch zwei Tage, dann letzter Tag. Endlich ;)“

 

Weckruf um 06.30 Uhr! Stimmung miserabel und sehr beklemmend, denn was keiner wahrhaben wollte, aber jetzt mitten ins Herz des Teams sticht, tritt ein: Marc kann aufgrund seiner Verletzung am Knie unsere Expedition nicht mehr begleiten! Unzählige Gespräche zwischen Marc und Tino. Das Abwiegen aller Risiken befürwortet leider den Abbruch! Wir sind zutiefst bestürzt und Mann und Frau kämpfen beim Abschied mit den Tränen! So hat sich das niemand vorgestellt und alle sind zu Tode betrübt! Als 10er-Team haben wir die Herausforderung angenommen und wollten ganz klar auch als solches gemeinsam die Expedition beenden! Wir drücken uns alle zum Abschied!!!!! Heute erwartet uns eine sehr gechillte und entspannte Tages-Etappe und um 16.30 Uhr erreichen wir schon Camp 6. Super Sache, es ist noch hell und der traumhafte, jedoch mit 4 Grad sehr kalte Gletschersee ruft zur Badezeit!!!! Augen zu, Bikini an und rein!!!! Wir sitzen alle beisammen und hören zum Leidwesen von Joey alte Kelly Songs 😉
Sebastian sichert sein Zelt mit einer Steinmauer (könnte ja noch mal windig werden), Christian klettert an einer Felswand und wir blicken bei Nacht in den schööööönsten Sternenhimmel, den die Welt je gesehen hat! Sooo awesome!!!!“

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Categories: green

Rückblick: Team Blue / Tag 7

Viel Meer, weniger Seemeilen.

 

Die Abenteurer von Team Blue erreichten am Morgen die Traumbucht Coleta Olla, wo die „Saoirse“ und das Begleitschiff „Northanger“ ihre Anker warfen und zusätzlich mit Landleinen festgemacht und gesichert wurden. Auf dem Programm stand ein spektakulärer Tauchgang umrahmt von der majestätischen Kulisse der Berge und des nahen Holland-Gletschers. Seemeilen wurden an diesem Tag keine gemacht, dafür war dieser Ankerplatz einfach zu atemberaubend. 😉 Wie es sich für richtige Abenteurer gehört, endete der Tag mit einem Lagerfeuer am Strand.

Hier einige Eindrücke der Teilnehmer:

 

„Liegen in einer Traumbucht vor der sogenannten Biber-Insel. Es sieht aus wie in der Südsee, nur die Temperaturen passen nicht. Das Morgenlicht lässt alles wie eine Theaterkulisse erscheinen. In unmittelbarer Nähe befindet sich ein Gletscher, dem wir noch einen Besuch abstatten wollen. Die Wasseraufbereitung wurde aus hygienischen Gründen (Biber) abgestellt und somit haben wir nur noch das Trinkwasser aus den Blechflaschen. Bereiten unseren Tauchgang in einer benachbarten Buch vor. Der Tauchgang war optimal (Sven, Jiri und ich). Alles perfekt, ruhig und gepflegt wie es sein soll (33 min, 14,1m, 5 °C). Nach dem Tauchgang haben wir noch etwas Spaß mit einem jungen Seelöwenbullen und seinen Kollegen, er spielt mit uns und seinen Kumpels Verstecken, sie gewinnen. Am Abend gibt es ein uriges Barbecue am Strand, großes Lagerfeuer mit dem von uns gesammelten Holz vom Strand. Pedro schafft es sogar, dem grenzwertigen Lamm noch mal einen perfekten Geschmack einzuhauchen. Andere Länder, andere Sitten – muss man sich halt dran gewöhnen. 😉 “

 

„Wir sind am Gletscher angekommen und liegen mit unserem Boot in einer wunderschönen Bucht. Ramona und ich sind heute mit Wolfgang tauchen gegangen und er hat tolle Bilder von der Unterwasserwelt gemacht. Diesmal hat alles super gut funktioniert und es war ein entspannter Tauchgang bei rund 7 °C. Vom Strand aus haben wir nach dem Tauchgang zwei Seelöwen gesehen. Super!!! Leider sind sie uns nicht beim Tauchgang begegnet. Ein unglaubliches Gefühl zu wissen, dass hier vor uns noch keiner tauchen war! Am Abend gab es dann ein Lagerfeuer samt gegrilltem Lamm. Ein superschöner Tag!“

 

„Heute morgen in einer traumhaft idyllischen Bucht geankert, eine faszinierende Kulisse vor dem Gletscher. Xenia und ich durften heute mit Wolfgang, dem Unterwasserfotografen der Zeitschrift „Tauchen“, tauchen und Fotos shooten. Entspannter Tauchgang, 10m max. Tiefe, King Crabs, Krebse, Seespinnen, 36 min bei 7 °C, danach schnorcheln und Seelöwen beobachten. Wir waren wahrscheinlich die ersten, die an diesem Ort tauchen waren, einfach phänomenal!!! Abends Lagerfeuer mit allen, wunderschön :-) , tiefgründige Gespräche bis in die Nacht hinein.“

 

„Wieder Früh-Wache mit Timo (4.00–7.00 Uhr), geilster Sonnenaufgang vorm Gletscher! Schweinekalt. Tauchgang geplant und durchgeführt in kleiner Bucht mit Sandstrand. Tauchgang mit Pedro, 60 min, supergeil! Danach Chillen an Deck mit dem gesamten Teilnehmer-Team. Ab 16.30–17.00 Uhr Vorbereitung Barbecue. Sehr schöner Abend, sogar mit Liedern am Lagerfeuer, die Landschaft ist unglaublich!!!“

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Categories: blue

Rückblick: Team Green / Tag 6

Teampower und Tunnelblick.

 

„Die Landschaft erobert man mit den Schuhsohlen, nicht mit den Autoreifen“, hat der französische Schriftsteller Georges Duhamel einmal treffend formuliert. Team Green hatte an diesem Tag noch ein anderes Ziel: die verlorene Zeit der letzten Tage unbedingt aufzuholen und den ursprünglichen Zeitplan wieder herzustellen. Dafür mussten die Abenteurer allerdings an ihre Grenzen gehen. Die gute Nachricht: Das Ziel, Camp 5, wurde erreicht. Die schlechte: Für Teilnehmer Marc endete die Etappe leider nicht nach Wunsch, die Strapazen waren für sein angeschlagenes Knie (aufgrund eines Fehltritts vom Vortag, Anm. d. Red.) am Ende zu extrem.

So haben die Abenteurer die Etappe erlebt:

 

„Früh aufstehen und den gefürchteten Aufstieg in Angriff nehmen. Wir kraxeln und steigen immer weiter empor und ich bin nur noch im Tunnel. Keine Gespräche mehr. Nur noch der Berg, der Schweiß überall. Und der Rucksack wird auch nicht leerer. Immer wieder merke ich, wie anstrengend es ist, mich ständig weiter zu zwingen. Noch ein Schritt, noch ein Schritt usw. So ballern wir durch bis Camp 5, welches wir alle total fertig im Halbdunkeln um 21:30 Uhr erreichen. Ich staune wie tapfer Marc mit seinem kaputten Knie die Meter zurücklegt!!! Große Anerkennung dafür von mir. Dieser Tag ist mit Abstand der härteste der Tour!! Die letzten Schritte brennen an den aufgeweichten Fußsohlen, die Strecke will kein Ende nehmen. Was für ein Tag!!!“

 

„Gutes Wetter, schlechtes Knie. Los geht’s, hoch auf den Gletscher. Doch vorher unendliche Pampa. Knie wird schlimmer, Schmerzen immer heftiger. Jeder Schritt ist wie ein übergroßer Nadelstich. Belastung auf dem rechten Bein fast nicht mehr möglich. Nach 600 Höhenmetern ist der Aufstieg unerträglich und nur noch auf einem Bein möglich. Tino gibt mir ein Schmerzmittel, helfen leider nix. Tortur über Gletscher, Turba und Urwald beginnt. Ursprüngliches Camp 4 ist traumhaft gelegen am Berg und dient als Platz für Mittagspause. Einige von uns tun sich im Gletscher-/Schnee-/ Geröllgelände sehr schwer. Da bin ich auf einem Bein sogar schneller 😉 So wie die Gegend im Camp 4 habe ich mir eigentlich unsere Tour vorgestellt: tolle Ausblicke, bergig, alpin. Mein Knie ist die Hölle, noch nie solche Schmerzen gehabt. Tunnel beginnt, nur noch ankommen, denke an Joe Simpson in ‚Touching the Void‘. Denke nur noch an Camp 5. Humple auf einem Bein, Gewaltmarsch!!! Kurz vor 22 Uhr erreichen wir Camp 5. Spüre vor Schmerzen im Knie nichts mehr. Emotionaler Ausbruch vor Kamera. Für mich ist klar, dass es nicht weitergehen kann. Tino sagt auch, dass es keinen Sinn macht, auch das Team wäre dadurch geschwächt. Wir essen alles, was da ist und fallen kurz vor 24 Uhr müde in den Schlafsack.“

 

„7.00 Uhr: Start durch unwegsamen, aber sehr schönen Mooswald (wie am Tag zuvor), sehr schöne Gletschergipfel umrahmen das Tal, langer Aufstieg (600 Höhenmeter). Nicht unheikle Querung über steile Geröllhänge und Schneefelder. Einweisung der Gruppe in Notbremsung auf steilem Schneefeld. Zuvor zeigte sich Marcs Knie immer schmerzhafter (er war am Tag zuvor fehlgetreten). Klinische Untersuchung macht Kreuzbandriss unwahrscheinlich. Nur durch Kombination aus Schmerzmitteln und kameradschaftlicher Übernahme seines Gepäcks durch die Gruppe ist ein Weiterlaufen aus eigener Kraft möglich (Hubschrauberrettung ist in diesem unwegsamen Gelände eher unwahrscheinlich). Am späten Mittag erreichten wir Camp 4, Knieverband für Marc und tägliche Routine des „Blasenverklebens“ an den Füßen bei einigen Teilnehmern! Aufstieg zum Sattel und bisher schönster Blick der Tour (Gletscher, bizzare Felstürme) bei blauem Himmel. Eine Teilnehmerin weint vor Freude. Schön, was Camp David den Teilnehmern ermöglicht! Am späten Nachmittag langer Abstieg ins Tal. Marc kämpfte sich trotz Schmerzen und Blockade im Knie über Baumstämme weiter (Hochachtung!). Weg wurde immer weiter, alle laufen apathisch, aber zielgerichtet mit ihren schweren Rucksäcken Richtung Camp 5. Endlich! 21.15 Uhr mit Einbruch der Dunkelheit stehen wir in Camp 5. Was für eine Leistung bei dieser anspruchsvollen Tagesetappe noch ½ Tage extra herausgelaufen zu haben. Hochachtung!!! Schneller Zeltaufbau. Essen und dann schlafen.“

 

„Da kummt die Sunn :-))) VAMONOS!!!!! Joey weckt uns in Herrgottsfrühe schon um 5:00 Uhr. Für einen Sonntag eigentlich ein absolutes No-go, es sei denn man fährt zu einer Laufveranstaltung oder aber man befindet sich in der Wildnis Patagoniens! Wir nehmen uns vor, Camp 4 zu passieren und Camp 5 definitiv zu erreichen, egal wie lange es auch dauert – komme was wolle! Nach 800 Höhenmetern und einigen Stunden später, erreichen wir bei schönstem Wetter … da kummt die Sunn … Camp 4 …düdeldüdüüüüüü:-)))!!!!! Ein toller Platz zum Verweilen! Marc klagt über starke Schmerzen im Knie und wird von Tino (er ist der Arzt für alle Fälle, und the Real, dem die Frauen vertrauen) versorgt. Lui wird es bestätigen :-))) Ibo schlägt nicht wirklich an und unter starken Schmerzen kämpft sich Marc weiter durch das hochalpine Gelände! Über Felsen gekraxelt, erreichen wir nach einiger Zeit einen der schönsten Flecken auf Erden! Wir erreichen den Gletscher! Die Sonne scheint und im Gletschersee spiegeln sich die Berge! Ich bin emotional sowas von geflasht, das mir die Tränen in die Augen schießen und Marc erklärt das mit der Magie und der Kraft der Berge, wie sie auf den Menschen wirkt! Wir genießen schweigsam alle zusammen diesen Anblick und ein tiefes WIR-Gefühl liegt über unserem Team! Ja, wir sind ein tolles Team und ergänzen uns prächtig! Fernab jeglicher Zivilisation mitten in der Natur, vermisst wirklich niemand von uns den Luxus und das ganze unnötige „Klumpert“!!!! BACK TO THE ROOTS!!!!! Da jedoch Camp 5 ruft, begeben wir uns langsam auf den Weg Richtung Abstieg und laden unsere Akkus mit Äpfeln und Riegeln wieder auf! Um 21.00 Uhr erreichen wir, mit Einbruch der Dunkelheit, unser Camp 5 – und wer sagt es denn – wir sind wieder in unserem Zeitplan! TEAMSPIRIT pur!!! Geile Truppe!!!! Man, wie werde ich euch noch vermissen! Es gibt neue Verpflegung und gemeinsam mit Flo und Sebastian kochen wir Pasta in Tonno-Sahne-Sauce! Saulecker!!! Uns Mädels kullern vor Lachen die Tränen über die Wangen, als Sebastian aus heiteren Himmel plötzlich das Gedicht DER HASE IM RAUSCH zum Besten gibt! Diese Situations-Comic mitten in der Nacht, einfach nur weltklasse! Leider kommt nur Flo in den Genuss, Sebastian auch noch live dabei sehen zu können, because Tanne und ich liegen nebenan bereits in unseren Schlafsäcken und halten uns den Bauch vor Lachen! Oskarverdächtig, lieber Sebastian – und das schreit nach einer Zugabe beim nächsten Treff!!!!!!“

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Rückblick: Team Blue / Tag 6

Vorfreude auf das nächste Highlight.

 

„Denken ist wundervoll, aber noch wundervoller ist das Erleben“, hat schon Oscar Wilde festgestellt. Nach der atemberaubenden Umrundung von Cape Horn fuhr Team Blue die Nacht durch. Nach einem Zwischenstopp in Puerto Williams fuhren die Abenteurer den Beagle Canal Richtung Westen, vorbei an der argentinischen Hafenstadt Ushuaia, in den Sonnenuntergang. Ziel: die Traumbucht Caleta Olla.

Hier einige Eindrücke der Teilnehmer:

 

„Um 4.00 Uhr aufgestanden. Geiler Sonnenaufgang!!! 50–100 Delfine begleiten uns nach Puerto Williams. Sind seit über 24 Stunden nonstop unterwegs, Kaffee und Tee für die Crew. Wache von 6.00–10.00 Uhr. Um 9.30 Uhr erreich wir Puerto Williams. Kurzer Landgang. Duschen im Yachtclub. Gegen 16.00 Uhr legen wir in Richtung Caleta Olla ab.“

 

„Hatte mit Ramona die Hundewache von 2.00 – 6.00 Uhr. Die Wache endete für mich mit einem grandiosen Erlebnis: Ich saß im Morgengrauen mit einem frischen Tee an der Backbordseite des Cockpits, als mehre Blasgeräusche von Delfinen zu hören waren. Direkt neben der Bordwand schwammen zwei Delfine und ich konnte ihnen mehrfach direkt in die Augen sehen, irgendetwas gibt es da zwischen Tier und Mensch, unvergesslich! Laufen zum Einklarieren in Puerto Williams ein, kurz Zeit um Wasser und Bier zu bunkern und  eine High-Speed-Dusche durchzuführen. Fühlen uns nach acht Tagen wie neugeboren. Legen ab und laufen wieder eine Nacht durch um in der schönen Bucht Caleta Olla ankern zu können. Während der Fahrt entstehen fantastische Aufnahmen der Saoirse in (schwerer) See im Gegenlicht mit mir als Galionsfigur. Wache mit Ramona von 19:00 bis 22:00 Uhr. Passieren in der Nacht Ushuaia, was so viel bedeutet wie ‚Bucht, die nach Osten blickt’“.

 

„Wir sind auf dem Weg zu einem Gletschergebiet, nach der Aussage des Kapitäns einer der schönsten Plätze der Welt. Ich hatte mit Christian die Nachtschicht. Aufgabe war es, den Kapitän wenn nötig zu unterstützen und wach zu halten. Der Sternenhimmel ist hier einfach unbeschreiblich schön. Man sieht ganz deutlich die Milchstraße, dafür den Polarstern nicht, welch Überraschung  ;-).“

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